#foodpositivity – Mehr Wertschätzung und weniger Verschwendung im Alltag

Wir haben das Foodsharing Café Futter Teresa ins Leben gerufen, weil uns die Rettung von Lebensmitteln am Herzen liegt. Was aber kann man selber im Alltag gegen Lebensmittelverschwendung tun?

Erstmal anfangen - mit guter Vorbereitung:

  • Einen Essensplan für die Woche erstellen und Rezepte wählen, die wenige Zutaten brauchen, aber möglichst viel davon verwerten (z.B. Ofengemüse mit Pesto aus Karottengrün).  
  • Einen Einkaufszettel machen, um Spontan- und Fehlkäufe zu vermeiden.
  • Die Einkaufsroute planen – einzelne Stationen (z.B. Unverpacktladen – Bioladen – Bäckerei) festlegen, um ärgerliche Notlösungen zu vermeiden.
  • Beutel und ggf. Behältnisse für lose Waren mitnehmen – da tun es auch Wäschenetze, alte Jutebeutel und Konservengläser. 

Es geht weiter mit einem strategischen Einkauf:

  • Obst und Gemüse lose kaufen – immer die passende Menge mitnehmen statt ganzem Beutel oder Plastikcontainer.
  • Waren mit nächstem MHD wählen – öfter mal einkaufen gehen, statt auf Vorrat zu kaufen.
  • Braune bzw. lose Bananen und generell Obst und Gemüse mit Macken bevorzugen. 
  • Bei haltbaren bzw. oft genutzten Produkten möglichst große Packungen wählen (oder direkt unverpackt einkaufen) – so weiß man immer, was noch da ist, kauft nichts doppelt und spart nebenbei viele einzelne Verpackungen.

Und nun? Na das Zuhause zu einer Food Waste freien Zone machen:

  • Einkauf und Vorräte richtig lagern (Kühlschrankzonen richtig nutzen; Salate und Blattgemüse in feuchte Tücher; frische Kräuter, Karotten, Porree, Frühlingszwiebeln und ähnliches in mit Wasser gefüllte Gläser stellen und ab in den Kühlschrank; holzige Kräuter wie Rosmarin und Thymian aufhängen zum Trocknen usw.)
  • Haltbarkeit im Auge behalten, aber auch Abgelaufenes erstmal auf Verzehrbarkeit überprüfen, bevor man es aussortiert.
  • Kreativ werden und Reste weiter verwerten (Resteküche, Abschnitte verwenden, Regrow-Prinzip).
  • Braune Bananen, verletztes Obst und müdes Gemüse schnell noch verwerten, bevor gar nichts mehr geht: Bananen in Stücken einfrieren und im Mixer mit anderem älteren Obst und Gemüse zu Smoothies oder Nicecream verarbeiten, Obst zu Marmeladen, Mus oder Kompott einkochen (Haltbarmachen!)… 
  • Öfter mal sämtliche Vorräte aufbrauchen, bevor Neues gekauft wird – auch die fünf verschiedenen Sorten Linsen oder Pseudogetreide. Nachher kennt man dann seine zwei Lieblingsorten und spart sich in Zukunft Geld, Platz und ungeliebte Überbleibsel.
  • Selber nach Bedarf anbauen – auf der Fensterbank, dem Balkon, im (Miet-) Garten oder gemeinsam mit Gleichgesinnten in einem Urban Gardening Spot.

Und sonst? Komm uns doch mal bei der Futter Teresa besuchen und lass dir Leckeres aus geretteten Lebensmitteln kredenzen. Gemeinsam gegen Lebensmittelverschwendung und für mehr #foodpositivity!

Hier noch ein paar Bücher und Medien* zu den Hintergründen und mit weiteren Tipps, wie man selber gegen Lebensmittelverschwendung aktiv werden kann: 

  • Die Essensvernichter (Engl.: Taste the Waste), Stefan Kreutzberger / Valentin Thurn
  • Taste the Waste, Filmdokumentation zum Buch, Valentin Thurn
  • Weil wir Essen lieben, Daniel Anthes / Katharina Schulenburg
  • Zero Waste Küche, Sophia Hoffmann
  • Regrow Your Veggies, Melissa Raupach / Felix Lill
  • Smarticular (Web und Publikationen)

 

*Werbung, unbezahlt und unbeauftragt

Beitragsfoto: Elena Koycheva via Unsplash

Anika
Anika Straub
Ideenfabrik, Ökonerd, Geschichtenerzählerin. 🐾